8.7.2017

Erste Push-Pull Felder in Malawi

Im letzten Jahr hat Biovision zusammen mit icipe die Weiterverbreitung von Push-Pull in Subsahara Afrika angepackt. Nun gibt es erste Erfolge. So zum Beispiel auf der Farm von Agnes Michael im Ukwe Village in Malawi.

Agnes Michael

Die wichtigste Pflanze auf dem Feld der Bäuerin ist Mais. Sowohl für den Eigenkonsum als auch für den Verkauf. Aber Agnes Michael hatte immer wieder mit dem Stängelbohrer und dem Unkraut Striga zu kämpfen. Als sie von Push-Pull hörte, war sie von der Methode begeistert, denn diese ist ein effektives Mittel gegen ihre Probleme. Begleitet durch unseren lokalen Projektpartner Total Land Care hat Frau Michael ein Push-Pull Feld auf ihrem Land angepflanzt. Der Vergleich zum konventionellen Feld gleich nebenan ist beeindruckend.


Aber nicht nur auf den Farmen der am Projekt beteiligten Bauern stehen erste Push-Pull-Felder, sondern auch auf den Versuchsfeldern unserer staatlichen Partnerorganisationen. Diese sollen wichtige Entscheidungsträger auf die Methode aufmerksam machen und die Weiterverbreitung unterstützen. Zusammen mit icipe stellt Total Land Care in Malawi auch die Versorgung mit Desmodium und Brachiaria Samen sicher. Diese werden für die Push-Pull Methode zwingend benötigt.

Um Push-Pull unter den Bäuerinnen und Bauern bekannter zu machen, werden Erfahrungswerte aus dem Farmer Communication Programme von Biovision genutzt. So wurden bereits Radiosendungen konzipiert, die in Sambia und Malawi ausgestrahlt werden. Ausserdem ist geplant, sogenannte „farmer-to-farmer“-Videos mit Inputs von Experten zu erstellen. An Feldtagen und durch Bauernberater sollen weitere Bäuerinnen und Bauern von Push-Pull profitieren können.

Ab September ist geplant, die Push-Pull-Methode auch in Ruanda zu verbreiten. Die Suche nach geeigneten Projektpartnern läuft. Biovision berät gerne Interessierte zur Lancierung von weiteren Push-Pull-Initiativen in Afrika. Kontakt: push-pullbiovisionch