22.02.2018

Ein Herz für Gerechtigkeit, Umwelt und Politik

Was trieb Sie um, als Sie 19 Jahre alt waren? Erinnern Sie sich noch?

Peter Lüthi, Kommunikation

David Bugmann aus Winterthur ist jetzt in diesem Alter und spricht unverblümt an, was ihn bewegt: «Man muss das gegenwärtige System gut verstehen, wenn man es verändern will». Den dringenden Bedarf für einen Wandel begründet er etwa mit der Klimaveränderung, der Überfischung der Weltmeere, dem Schwinden der natürlichen Ressourcen, den grossen sozialen Ungleichheiten und dem Hunger in der Welt. Wenn David die grossen Probleme unserer Zeit anspricht, tut er das mit Feuer und Mut zur Veränderung. Die Wahl seiner Studienfächer zeigt, dass es ihm damit ernst ist: Geographie im Hauptfach, politische Ökonomie und demnächst auch Volkswirtschaft im Nebenfach. Mit dem Wissen, das sich der Student derzeit an der Universität Zürich aneignet, will er sich gegen die Argumente der Lobbyisten auf der Gegenseite wappnen. Dabei hat er längst erkannt, dass ihn etwa Fragen der Gerechtigkeit mehr bewegen als das Studium von Gesteinsformationen. «Mein Herz schlägt für die Umwelt, soziale Gerechtigkeit und die Politik», bekennt David. Dabei ist er überzeugt, dass es die konstruktive Zusammenarbeit aller politischer Lager braucht, um die globalen Herausforderungen zu meistern.

David Bugmann: «Man muss das gegenwärtige System gut verstehen, wenn man es verändern will»

«Füreinander statt gegeneinander»

«Es geht nicht an, dass wir in der Schweiz und der westlichen Welt gut leben, ohne etwas zur Lösung der drängenden Probleme beizutragen, die wir wider besseren Wissens täglich vergrössern», bringt der junge Mann seine Haltung auf den Punkt. Darum hat David Bugmann seinen Lebensstil längst auf Nachhaltigkeit getrimmt. Der überzeugte Radfahrer ist Vegetarier, verzichtet auf Flugreisen, trennt zuhause sogar Plastik für das Recycling und wählt wenn immer möglich faire und biologische Produkte. Zudem unterstützt er Nonprofit-Organisationen ideell und finanziell. Sobald er mit 18 Jahren als Zivildienstleistender erstmals regelmässig Geld verdiente, eröffnete er einen Dauerauftrag über monatlich sechshundert Franken an die Stiftung Biovision. «Ich habe mich für Biovision entschieden, weil mich der gesamtheitliche Ansatz überzeugt. Biovision geht verschiedene Aspekte gleichzeitig an, die Bekämpfung des Hungers mit der Verbreitung ökologischer Produktionsmethoden und die Erhaltung der Umwelt und der natürlichen Lebensgrundlagen», erklärt er. Sehr wichtig ist ihm auch die anwaltschaftliche Arbeit, mit welcher Biovision auf internationaler Ebene erfolgreich für faire und wirklich nachhhaltige Rahmenbedingungen für die Kleinbauern auf der ganzen Welt wirkt.

Seine berufliche Zukunft sieht David Bugmann etwa als Verantwortlicher für Nachhaltigkeit in einem Unternehmen oder als Mitarbeiter in einer Nonprofit-Organisation. Was immer er tun wird, einem Ideal wird er dabei sicher treu bleiben: «Mir ist es sehr wichtig, dass wir Menschen auch füreinander leben und nicht bloss neben – oder gar gegeneinander.»

Was begeistert den 19-jährigen an Biovision? Sehen Sie hier das Video mit David Bugmann