Neue Studien bestätigen Biovision

16.11.2017

"Bio kann einen wichtigen Beitrag zur Welternährung leisten" und "Gesünderes Essen schont die Umwelt". Mit diesen Ergebnissen bestätigen gleich zwei neue Studien aus der Schweiz die langjährige Position von Biovision.

Die Prognosen der Welternährungsorganisation FAO für das Jahr 2050 sind drastisch. Bei einer Bevölkerung von 9 Milliarden Menschen und unveränderten Produktions- und Konsumgewohnheiten droht der Kollaps: Weltweit mehr Hunger, zerstörte, unbrauchbare Böden und eine ungebremste Klimaerwärmung bedrohen unseren Planeten. Mit ihrer Studie suchten Wissenschaftler des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FiBL) in Frick, der Welternährungsorganisation FAO, der Universität Aberdeen, der Alpen-Adria Universität Klagenfurt sowie der ETH Zürich nach Wegen aus der Sackgasse. Die ideale Lösung fanden die Wissenschaftler in der Kombination verschiedener Strategien. Der biologische Landbau spielt für sie dabei eine zentrale Rolle. Weitere Faktoren sind die Reduktion von Nahrungsmittelabfällen, der Verzicht auf Kraftfutter und eine entsprechende Reduktion des Konsums tierischer Produkte. So kann die Welternährung auch mit 9 Milliarden Menschen gesichert, die Treibhausgasemissionen vermindert und die negativen Auswirkungen der heutigen intensiven Landwirtschaft (Stickstoffüberschüsse, hohe Pestizidbelastung) stark reduziert werden.

Die zweite veröffentlichte Studie des Kompetenzzentrums der Schweiz für landwirtschaftliche Forschung Agroscope belegt die Umweltrelevanz von Ernährungsmustern und Lebensmittelverlusten. Die Analyse von Agroscope zeigt insgesamt, dass die heutige Situation vom Optimum einer umwelt- und ressourcenschonenden Ernährung weit entfernt ist und ein grosses Potenzial für Verbesserungen besteht.

Weiter wie bisher ist KEINE Option

"Die Studie stärkt unsere langjährige Position für einen Kurswechsel!" sieht sich Hans Herren, Gründer und Präsident von Biovision in seinem jahrzehntelangem Engagement bestätigt. "Mit einer konsequenten Umstellung und Förderung agrarökologischer Methoden, der Implementierung nachhaltiger Produktionsketten sowie der Sensibilisierung der Konsumentinnen und Konsumenten ist es möglich, alle Menschen auf der Welt gesund zu ernähren und die Umwelt intakt zu halten." Basierend auf den Erkenntnissen des International Assessment of Agriculture, Science and Knowledge for Development (IAASTD), eigenen Programmerfolgen im Gebiet der Subsahara und der intensiven Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Partnerorganisationen setzt sich Biovision seit 1998 für eine bessere Ernährungssicherheit und Lebensbedingungen im ländlichen Raum sowie nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen durch die Einführung von Politiken für nachhaltige Landwirtschaft und Nahrungssysteme ein.

"Alles Bio – alles besser?" 

Wie gesund ist Bio für die Welt? Dieser Frage widmet sich das diesjährige Biovision Symposium am Samstag 18. November in Zürich. Der Anlass findet von 14 – 17 Uhr im Zürcher Volkshaus statt. Der Eintritt ist frei.

> Medienmitteilung FiBL

> Studie Agroscope