Neuartige Moskitonetze bieten besseren Schutz gegen Malaria

19.07.2017

Ein neues Produkt zur Beschichtung von Moskitonetzen dürfte ein weiterer Schritt sein diese tödliche Krankheit weiter einzudämmen. Der Wirkstoff Chlorfenapyr vom deutschen Konzern BASF habe eine völlig neue Wirkungsweise als die derzeit bewilligten Insektizide.

Die offizielle Bewilligung steht noch aus, dürfte aber bis Ende Jahr kommen. Nach Angaben von BASF könnte das neue Moskitonetz mit dem Namen Interceptor G2 ab Ende dieses Jahres, abhängig von den lokalen Zulassungsverfahren, für Gesundheitsbehörden und Hilfsorganisationen verfügbar sein.

Der Schutz des Moskitonetzes halte mindestens drei Jahre oder 20 Wäschen. BASF zufolge befindet sich derzeit noch ein zweites Chlorfenapyr-Produkt, ein Spray zur Anwendung auf Decken und Wänden in Innenräumen, ebenfalls in der Endphase einer Bewertung durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO).

In ihrem Bericht zu den nächsten Schritten gegen Malaria weist die WHO aber auch darauf hin, dass auch andere Methoden notwendig sind um die Malaria wirksam einzudämmen. Dazu gehört zum Beispiel auch das von Biovision unterstützte Integrierte Vektor Management (IVM). In diesem Projekt geht es vor allem darum, die Brutstätten der übertragenden Anopheles-Mücke zu eliminieren. Diese Massnahmen können von der lokalen Bevölkerung umgesetzt werden, aber sie müssen natürlich entsprechend ausgebildet sein.

Laut WHO erkranken immer noch rund 200 Millionen Menschen jedes Jahr an Malaria. Vor allem Kinder und schwangere Frauen sterben denn auch – alle zwei Minuten stirbt ein Kind an Malaria. Dies vor allem in sub-Sahara Afrika.