Ländliche Gebiete Ostafrikas benötigen Transformation

27.10.2017

Der neu erschienene Bericht „State of Food and Agriculture“ (SOFA 2017) der Welternährungsorganisation FAO weist ländlichen Gebieten eine Schlüsselrolle zu, wenn es um die Bekämpfung von Armut und Hunger geht.
Die meisten armen und unterernährten Menschen leben auf dem Land. Aus diesem Grund hängt es stark davon ab, ob es der Agenda 2030 gelingt, das grosse Potential des ländlichen Raumes auszuschöpfen. Ein wichtiges Ziel ist es, den jungen Menschen auf dem Land Perspektiven wie Arbeit und Nahrungssicherheit zu bieten und so die Urbanisierung zu entschleunigen.
Gerade in Zeiten des Bevölkerungswachstums, insbesondere in Sub-Sahara-Afrika, ist eine Abwanderung der Jugend in grosse Städte, mit der Endstation Slum, eine ernste Gefahr. Doch bieten Städte auch eine grosse Chance.

Nahrung vom Land in die Stadt
Der städtische Lebensmittelverbrauch steigt immer weiter. Laut Schätzungen wird das Marktvolumen urbaner Lebensmittelmärkte Sub-Sahara-Afrikas bis 2030 auf bis zu 500 Milliarden US-Dollar ansteigen (vgl. 2010: 150 Milliarden US-Dollar). Allerdings darf sich die Lebensmittelproduktion nicht auf wenige grosse, kommerzielle Betriebe konzentrieren. Um dies zu vermeiden, besteht auf dem Land Handlungsbedarf in 3 Bereichen.

  • Politische Massnahmen und Investitionen: Zugang zu Inputs, nachhaltigen Technologien, Krediten und Märkten, Sicherung von Landrechten, Stärkung von Kleinbauernorganisationen.
  • Infrastruktur schaffen: Strassen, Stromnetze, Lager, Kühltransporter
  • Anbindung an städtische Zentren: Schulen, medizinische Versorgung, Einkaufsmöglichkeiten

 

Diese Massnahmen zur Umstrukturierung ländlicher Räume seien zwar noch kein Garant für den Entscheid junger Menschen auf dem Land zu bleiben. Eine reale Chance auf Jobs, Nahrung und Gesundheit liesse die Jugend jedoch nochmals überlegen, den Schritt in die Stadt tatsächlich zu wagen.
Biovision hilft den Menschen in ländlichen Gebieten, Einkommen und Nahrung selbst zu erzeugen. Mit der Unterstützung unsere Herbstkampagne „4gewinnt“, tragen Sie Ihren Teil dazu bei, die „Nachhaltigen Entwicklungsziele“ bis 2030 zu erreichen. Vielen Dank!

Weitere Informationen im Bericht SOFA 2017 (engl.)…