Ein neuer Schädling verbreitet sich in Afrika

04.05.2017

Der Heerwurm ist ein neuer, sich in Afrika verbreitender Schädling, der Mais und andere Feldfrüchte befällt. Der invasive Schädling stammt aus Nord- und Südamerika und ist nicht einfach zu kontrollieren.

Ein Bericht aus der letzten Ausgabe des „The Organic Farmer“-Magazins (TOF – Nr. 144, Mai 2017) empfiehlt Bauern, organische Produkte zu verwenden, um den Schädling unter Kontrolle zu halten. Denn chemische Sprays kontaminieren die Umwelt und stellen ein hohes Gesundheitsrisiko für Menschen, Tier und Biodiversität dar.

Der Einsatz von Chemikalien zur Kontrolle des Heerwurms ist ineffizient, da die meisten gebräuchlichen Chemikalien dessen Eier nicht abtöten. Diejenigen, welche die Eier beseitigen, sind teuer und für Kleinbauern nicht erschwinglich. Das ist einer der Gründe, wieso Bäuerinnen und Bauern bei der Kontrolle des Wurms bisher weitgehend erfolgslos blieben. Bäuerinnen und Bauern, welche organische Pestizide verwendeten, waren erfolgreicher in der Kontrolle des Schädlings als diejenigen, die auf Chemikalien zurückgriffen. TOF empfiehlt weiter, dass Bäuerinnen und Bauern Integrated Pest Management (IPM) verwenden sollen. Der Einsatz verschiedener Massnahmen gegen den Heerwurm ist notwendig, da keine Methode allein fähig ist, die Pflanzen wirklich zu schützen.

Die Heerwürmer (Spodoptera frugiperda) sind nach ihren Ernährungsgewohnheiten benannt. Sie fressen alles in der näheren Umgebung und anschliessend zieht das gesamte “Heer” weiter zur nächsten Futterquelle. Die Würmer können sich von beinahe allen Pflanzenarten ernähren. Sie bevorzugen Mais, essen aber auch Weizen, Hirse, Baumwolle, Sorghum, Zuckerrohr, Tabak, Kartoffeln und Reis. Der Schädling ist äusserst aggressiv, da er kaum natürliche Feinde hat, die ihn bei der Invasion einer neuen Umgebung aufhalten.