Agrarallianz lanciert Debatte zur Agrarpolitik 2022+

31.10.2017

Die Agrarpolitik 2022+ als Chance für die selbstbestimmte Weiterentwicklung der Schweizer Agrar- und Ernährungswirtschaft nutzen: das möchte die Agrarallianz. Das Papier Agro Forte 2022+ liefert dazu die Diskussionsgrundlage. Biovision ist seit diesem Jahr Mitglied der Agrarallianz und setzt sich für eine ökologische Schweizer Landwirtschaft ein.

Der Bundesrat veröffentlicht in Kürze seine Gesamtschau im Hinblick auf die nächste agrarpolitische Etappe. Agro Forte 2022+ will in diesem Kontext Mut machen, die grossen gemeinsamen Linien zu suchen, bevor sich alle Akteure wieder routinemässig in ihre Stellungen verschanzen. Optimistischer, offener und nachhaltiger soll sie werden, die Schweizer Agrarpolitik der Zukunft. Der ab 1995 eingeschlagene Weg geht weiter. Der Megatrend Nachhaltigkeit wird aufgenommen, macht den Sektor stark und ermöglicht eine weitere Öffnung. 

Drei stellvertretende Punkte aus dem Papier:

  • Beherzte Umsetzung: Die Konzepte zu Biodiversität, Klima, Umweltzielen, Pestiziden oder Antibiotika stehen. Die UNO-Agenda 2030 und der Klimavertrag von Paris bieten Chancen für die Schweiz. Die Schweizer Land- und Ernährungswirtschaft positioniert sich als Teil der Lösung.
  • Verbesserte Effizienz: Die Schweizer Konsumenten und Steuerzahler tragen via Grenzschutz und Agrarbudget über 7 Mia Franken pro Jahr in den Sektor. Trotzdem scheint niemand so richtig zufrieden, was dafür geerntet wird. Gefragt ist mehr „Bang for the Buck“: Bauern-Einkommen, Biodiversität, Tier-Wohl oder die Gewässerqualität werden verbessert, Kosten gesenkt, Erfolge ausgewiesen.
  • Neue Balance zwischen Schutz und Öffnung: Die Stärkung der inländischen Wertschöpfungskette ermöglicht Weiterentwicklung der nachhaltigen grenzüberschreitenden Handelsbeziehungen. Die Diskussion über diesen wichtigen Pfeiler der Ernährungssicherheit und über den Nutzen des Grenzschutzes für Einkommen, Natur, Tier-Wohl oder Machtverhältnisse in der Wertschöpfungskette etc. wird faktenbasiert und aus einer Position der Stärke wieder aufgenommen.

Die Agrarallianz macht eine Anzahl von Vorschlägen für die kommende Agrarpolitik 2022+. Sie sind mit den 18 Mitgliedorganisationen aus den Bereichen Landwirtschaft, Konsum, Umwelt und Tier-Wohl konsolidiert und können weitgehend auf den bestehenden Rechtsgrundlagen realisiert werden. Parlamentarierinnen, Bauern, Unternehmerinnen der Ernährungswirtschaft, Konsumenten, Bundesräte oder Verbandspräsidentinnen sollen sich bei Agro Forte 2022+ mit Anregungen, Ideen, Zielen und Vision bedienen können.

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