8 Gründe, wieso das Farmer Communication Programme wachsen muss

03.02.2017

Das Farmer Communication Programme (FCP) läuft seit 2005 - und das extrem erfolgreich. Durch die multimedialen Informationsvermittlung gewährleistet es  einen kontinuierlichen Wissens- und Erfahrungsaustausch. Im Folgenden werden die acht Bereiche vorgestellt, in denen das von Biovision unterstütze Projekt besonders grosse Wirkung zeigt.

1. Bodenqualität verbessern
Viele Studien zeigen, dass die kenianischen Böden ausgelaugt sind. Das Farmer Communication Programme (FCP) hilft den Bauern erfolgreich dabei, den Boden mit einfachen  Mitteln wie der Kompostierung zu verbessern. Laut jüngster Projektevaluierung wenden über 90 % der FCP-Bauern die Kompostierung an. Dies ist ein wichtiger Schritt, um Ernährungssicherheit zu gewährleisten, Biodiversität zu erhalten und den Klimawandel abzuschwächen.

2. Die Nachfrage nach Bioprodukten erfüllen
Die Nachfrage nach Bioprodukten steigt weltweit. Das FCP hilft den Bauern optimal dabei, auf diese Entwicklung zu reagieren. Es zeigt ihnen zum einen, wie sie durch dieses Wachstum Einkommen generieren können, zum anderen hilft es dabei, Konsumenten und Produzenten zum Nutzen ökologisch produzierter Nahrungsmittel für Umwelt und Gesundheit zu sensibilisieren.

3. Junge Menschen begeistern
Die Arbeitslosigkeit unter der jüngeren kenianischen Bevölkerung ist hoch. Aber auch das Interesse der jungen Leute an der Landwirtschaft ist hoch, wie kürzlich die kenianischen Medien berichteten. Jedoch mangele es an Fachwissen und Unterstützung. Genau hier setzt das FCP an: es vermittelt Informationen zu nachhaltiger ökologischer Landwirtschaft, auch über neue Medienkanäle wie Radio, Internet und Facecbook, an die nächste Generation und schafft so Arbeit und Einkommen.

4. Wertschöpfung ermöglichen
Landwirtschaftliche Produkte aufwerten durch erste Weiterverarbeitungsschritte vor Ort ist einer der effektivsten Wege aus der Armut. Das FCP unterstützt Gründung und Registrierung von bäuerlichen Erzeugergemeinschaften. Es hilft Bauerngruppen dabei, gemeinsam in die Verarbeitung und Verpackung von Rohprodukten zu investieren. Daraus ergeben sich neue Einkommensquellen.

5. Unterstützung neuer Führungsstrukturen
Das dezentralisierte System der Regierung, verankert in der kenianischen Verfassung, gibt den Bezirksregierungen die Möglichkeit die lokale Landwirtshaft zu steuern. Eine neue Studie zeigt, dass die meisten kenianischen Kleinbauern (60% derer, die Zugang zu Informationen haben) hauptsächlich auf öffentlich zugängliche Informationen zurückgreifen. Informationsangebote wie das FCP ergänzen die öffentlich zur Verfügung gestellten Dienste in idealer Weise und helfen mit, die Reichweite der Informationsverbreitung zu erhöhen.

6. Eine Alternative zu industrieller Landwirtschaft
Kenias Wachstumsstrategie im Agrarbereich zielt auf eine innovative, kommerziell orientierte, moderne Landwirtschaft ab (siehe Agricultural Sector development Strategy 2010 - 2020). Es zeichnet sich jedoch zunehmend ab, dass eine diversifizierte, ökologische Landwirtschaft mit ihren vielschichtigen Vorteilen besser dazu beitragen kann, den Hunger zu beenden und gleichzeitig die Umwelt zu schützen. Die Herausforderung, der sich das FCP zu stellen vermag ist, nachhaltige Anbaumethoden bekannter zu machen.

7. Klimawandel
Die Auswirkungen des Klimawandels bekommen die Bauern besonders stark zu spüren. Deshalb ist es wichtig Anbaustrategien zu verbreiten, die die wunden Punkte reduzieren und die Widerstandskraft erhöhen. Beispiele hierfür sind trockentolerante Sorten, Bodenkonservierung und Mischanbau. 

8. Hochwertige Informationen zur Verfügung stellen
In den letzten Jahren ist die Anzahl von Anbietern für Landwirtschaftsinformationen in Kenia stark angestiegen. Auch der Zugang zu diesen Informationen ist einfacher und günstiger geworden und erleichtert so das Leben vieler Bauernfamilien. Jedoch muss auch sichergestellt sein, dass die Informationen aktuell und qualitativ hochwertig und vor allem auf die lokalen Verhältnisse zugeschnitten sind, um wirklichen Nutzen zu bringen. Als unabhängiger, nicht-kommerzieller Anbieter in Ostafrika ist das FCP die Informationsquelle erster Wahl für ökologisch wirtschaftende Bauern und Bäuerinnen.