20.02.2018

Bauernausbildung in Afrika: Warum eigentlich?

Warum hat die Ausbildung afrikanischer Bäuerinnen und Bauern so grosse Priorität für Biovision? Wissen sie nicht selber am besten, was sie zu tun haben? Ihre Techniken basieren schliesslich auf Wissen und Erfahrungen, die während langer Zeit aufgebaut und auf die vorherrschenden Bedingungen angepasst wurden.

Peter Lüthi, Kommunikation

Früher konnten Afrikas Bäuerinnen und Bauern mit den traditionellen Strategien und Methoden, welche über Generationen gesammelt und weiterentwickelt wurden, existieren. Wenn sich die Rahmenbedingungen veränderten, blieb ihnen meist genügend Zeit, um sich anzupassen.

Die Ausbildung von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern hat zentrale Bedeutung für die Überwindung von Hunger und Armut.
Bauern bei der Ernte

Heute verändern sich die Gegebenheiten oft sehr schnell, insbesondere auch in Afrika. Der Druck auf die Acker- und Weideflächen steigt infolge der wachsenden Bevölkerungsdichte und verstärkter Nutzung rasch an. Die dauerhafte Beanspruchung armer Böden oder empfindlicher Weiden erfordert gezielte Anpassungen und neue Methoden. Traditionelles Wissen reicht hier nicht mehr aus. Man denke nur an die Schwankungen der Regenzeiten, die heute durch den Klimawandel verstärkt werden und die Menschen an den Rand ihrer Möglichkeiten drängen.

Neue Lösungen sind gefragt

Es braucht verstärkte Forschung und die Entwicklung neuer Strategien, welche die Resilienz gegenüber den schnellen Veränderungen erhöhen, ohne die Lebensgrundlagen zu schädigen. Und es braucht den Wissenstransfer zu den Bäuerinnen und Bauern aufs Feld.

Hier setzt Biovision in Ostafrika seit Jahren mit dem bewährten „Farmers Communication Programme“. Mit Eins-zu-Eins Beratungen, in Kursen, über Bauernzeitungen, Radiosendungen oder das Internet wird neues Handlungswissen über ökologische Anbaumethoden zu den Bäuerinnen und Bauern getragen.