15.12.2017

Agrarökologie wird erstmals von allen UNO-Mitgliedstaaten anerkannt

Ein Meilenstein für Biovision, ein zentraler Schritt für die Erreichung der nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs): Die UNO und ihre 193 Mitgliedstaaten setzen vermehrt auf agrarökologische Prinzipien um weltweit nachhaltige Ernährungssysteme zu fördern.

Seit der Rio+20 Konferenz für nachhaltige Entwicklung im 2012 setzt sich das Team für Politikdialog und Anwaltschaft von Biovision auf dem internationalen Parkett dafür ein, dass die nachhaltige Landwirtschaft und die Agrarökologie vermehrt in den politischen Agenden der Staaten verankert werden. Denn eine ökologische Landwirtschaft und der nachhaltige Umgang mit den natürlichen Ressourcen unseres Planeten sind Voraussetzung, um dem Biodiversitätsverlust Einhalt zu gebieten, den Hunger zu bekämpfen und schliesslich auch der Erreichung der nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs) näher zu kommen.

Nun hat sich die UNO Generalversammlung in einer Resolution zum Thema „Landwirtschaftliche Technologie für nachhaltige Entwicklung“ Ende November das erste Mal dafür ausgesprochen, zur Förderung von nachhaltigen Ernährungssystemen vermehrt auf Agrarökologie zu setzen. Dies ist ein Erfolg für die langjährige Arbeit von Biovision in New York. Wir fordern seit langem die Anerkennung von Agrarökologie als zentraler Ansatz bei der Bekämpfung von Hunger und Mangelernährung – gerade auch weil die Zahl der Hungernden 2016 wieder auf 815 Millionen angestiegen ist. Unser Politikberater für die Agenda 2030 Michael Bergöö erklärt: „Mit der Anerkennung von Agrarökologie in einer UNO-Resolution ist die Arbeit natürlich nicht getan. Aber es gibt unseren Forderungen in Zukunft noch mehr Legitimität, weil wir uns auf ein von allen UNO-Mitgliedstaaten unterzeichnetes Dokument beziehen können.“

Schon nächstes Jahr können wir den Steilpass der UNO-Generalversammlung aufnehmen: Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der UNO (FAO) wird ab 2018 eine Schlüsselrolle zur Umsetzung agrarökologischer Methoden einnehmen – den Auftakt hierzu bildet das internationale Agrarökologie-Symposium in Rom im April 2018 unter dem Titel „Scaling Up Agroecology to achieve the Sustainable Development Goals (SDGs)“ (Förderung der Agrarökologie zur Erreichung der nachhaltigen Entwicklungsziele).

Lesen Sie hier den UN-Bericht «Landwirtschaftliche Technologie für nachhaltige Entwicklung»