Biovision engagiert für die Agenda 2030

Knapp 800 Millionen hungrige Menschen in einer Welt , die eigentlich genügend Nahrungsmittel für alle produziert. Degradierte Böden, verschmutzte Gewässer und vergiftete Wiesen und Felder. Das sind nur einige Fakten, die zeigen, dass sich an der derzeitigen Agrarstrategie etwas ändern muss.

Biovision hat sich in den vergangenen Jahren aktiv für einen Kurswechsel in der Landwirtschaft eingesetzt, und das mit Erfolg: Im September 2015 wurde am Nachhaltigkeitsgipfel in New York die Agenda 2030 mit 17 nachhaltigen Entwicklungszielen (SDGs) verabschiedet. Diese Entwicklungsagenda gilt anders als die Millennium Development Goals erstmals universell sowohl für Industrie- als auch für Entwicklungs- und Schwellenländer. Und es ist eine Agenda, die Ursachen statt Symptome bekämpft. Eine Agenda, welche uns zwingt aus dem Silo-Denken auszubrechen.

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Im Jahr 2008 veröffentlichten über 400 Wissenschaftler den Weltagrarbericht, welcher inhaltliche Grundlage der Biovision Anwaltschaftsarbeit ist. Vorsitzende waren Hans Herren und die heutige Kenianische Umweltministerin Judy Wakhungu.
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In der Vorbereitungsphase zur Rio+20 Konferenz organisierte Biovision zusammen mit Partnern einen High Level Roundtable in New York, um Empfehlungen an die Konferenz abzugeben.
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Biovision war mit einer Delegation an der Rio+20 Konferenz vertreten, um den Kurswechsel in der Landwirtschaft voranzutreiben (v.l. Michael Brander, Sonja Tschirren, Hans R. Herren, Benjamin Gräub, Stefanie Keller). An der Konferenz wurde auch entschieden, dass bis 2015 nachhaltige Entwicklungsziele (SDGs) ausgearbeitet werden sollen.
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Die Arbeiten an den SDGs begannen im Frühling 2013. Biovision war an allen Sitzungen der offenen Arbeitsgruppe beteiligt, u.a. mit Hans Herren als Experte zur nachhaltigen Landwirtschaft.
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Um die Verhandlungen zu beeinflussen wurden im Rahmen einer hochrangigen Versammlung im Frühling 2014 mit Ministern, Diplomaten, UN-Vertretern, Unternehmern und Repräsentanten der Zivilgesellschaft Vorschläge für ein SDG zu nachhaltiger Landwirtschaft ausgearbeitet. Im Bild: der Guyanische Landwirtschaftsminister Leslie Ramsammy.
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Die Verhandlungen zogen sich bis weit ins Jahr 2015 hinein. Hier besprechen Mayumi Sakoh vom Millennium Institute, Michael Bergöö von Biovision und Mariann Kovacs von FAO den aktuellen Stand der Diskussionen.
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Die Mittel zur Umsetzung der SDGs wurden hauptsächlich im Rahmen der Konferenz zur Entwicklungsfinanzierung in Addis Abeba besprochen. Auch da hat sich Biovision aktiv in die Diskussionen eingebracht.
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Am 2. August 2015 wurden die dreijährigen Verhandlungen erfolgreich abgeschlossen. Entsprechende Gruppenfotos – hier mit Verhandlungsleiter Macharia Kamau aus Kenia, Ban Ki-Moon’s Beraterin für die SDGs Amina Mohammed, und vielen weiteren Delegierten – halten den Moment für die Ewigkeit fest.
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Die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung wurde offiziell und in Anwesenheit von über 150 Staats- und Regierungschefs im September 2015 verabschiedet. Das UNO-Hauptquartier erstrahlte dazu in entsprechendem Licht.
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Seit 2012 bringt engagiert sich Biovision auch an anderen wichtigen Schauplätzen der internationalen Landwirtschaftspolitik. So zum Beispiel am CFS in Rom mit hochrangigen Veranstaltungen – hier u.a. mit dem Brasilianischen Landwirtschaftsminister Pepe Vargas, dem UNO-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung Olivier de Schutter und der CFS Vorsitzenden Gerda Verburg.
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In den Pilotländern Äthiopien, Kenia und Senegal unterstützen Biovision und das Millennium Institute die Regierungen mittels Multi-Stakeholder Workshops und dem T-21 Instrument bei der integrierten Planung von nachhaltigen Landwirtschaftsstrategien.
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Auch in der Schweiz setzt sich Biovision für die Umsetzung der SDGs ein – zum Beispiel im bilateralen Gespräch mit Bundesrat und Landwirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann.


Bei den wichtigsten Meilensteinen war Biovision allzeit involviert – sei es bei der Addis Abeba Action Agenda, welche Finanzierungs- und Umsetzungsfragen der Agenda 2030 regelt, oder bei den Klimaverhandlungen in Paris. Und eben bei der Aushandlung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung. Während des Verhandlungsprozesses setzte sich Biovision insbesondere für das SDG 2 „Hunger beenden, Ernährungssicherheit und bessere Ernährung erreichen und nachhaltige Landwirtschaft fördern“ ein.

Mittels strategischen Allianzen und Plattformen, wie zum Beispiel dem Ausschuss für Welternährungssicherheit in Rom (CFS) oder im Rahmen des UNO-Programms für nachhaltige Nahrungssysteme (10YFP), verstärkt Biovision ihre Rolle als „Pionier des Wandels“ und trägt so zur Umsetzung der Agenda 2030 auf internationaler Ebene bei.

Auf nationaler Ebene unterstützt Biovision zusammen mit dem Millennium Institute die Regierungen von Äthiopien, Kenia und Senegal bei der Planung von nachhaltigen Landwirtschaftsstrategien – auch mit Blick auf die Umsetzung des SDG 2.

5 Ziele im Fokus

Biovision ist mit ihrer Projektarbeit vor allem bei der Umsetzung dieser 5 Ziele beteiligt.